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Virtus Nova

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<p>Virtus wurde in einem kleinen, vergessenen Dorf in einer der ärmsten Regionen des Landes geboren. Die Häuser wurden mit allen Materialien gebaut, die man finden konnte, und die Straßen waren nichts weiter als unbefestigte Wege. Trotz der Strapazen war die Gemeinschaft eng verbunden und die wenigen Einwohner kannten sich mit Namen. Der Ruhm seiner Mutter Mary Nova reichte jedoch weit über das Dorf hinaus. Mary Nova war eine legendäre Figur, eine gefürchtete und respektierte Attentäterin in der kriminellen Unterwelt. Ihr Name wurde von jedem, der das Pech hatte, ihren Weg zu kreuzen, mit einer Mischung aus Respekt und Angst ausgesprochen.</p><p>Virtus hatte eine kleine Schwester namens Hel, zu der er eine tiefe Bindung hatte. Die beiden Geschwister waren unzertrennlich und verbrachten ganze Tage damit, die umliegenden Wälder zu erkunden und Spiele und Geschichten zu erfinden, um der harten Realität ihres Alltags zu entfliehen. Hel war der einzige Mensch auf der Welt, bei dem Virtus sich vollkommen sicher fühlte. Ihre Anwesenheit war ein Lichtblick im Leben des kleinen Jungen und er sah sie als Vorbild für Stärke und Mut.</p><p>Das Schicksal hielt jedoch eine grausame Prüfung für ihre Familie bereit. Hel erkrankte schwer an einer Krankheit, die sich rasch in der Region ausbreitete. Die Symptome waren schwächend: hohes Fieber, extreme Schwäche und ein anhaltender Husten, der mit jedem Tag schlimmer zu werden schien. Damals konnte diese Krankheit nur mit sehr teuren Medikamenten behandelt werden, die nur in den Apotheken der Stadt erhältlich waren. Aber das Dorf war isoliert und die Fahrt ins Stadtzentrum dauerte Tage. Darüber hinaus fehlten der Familie die finanziellen Mittel, um das Medikament zu kaufen oder gar die lange Reise auf sich zu nehmen.</p><p>Im Laufe der Wochen wurde Hel schwächer. Virtus, der nichts tun konnte, um seiner Schwester zu helfen, fühlte sich machtlos. Er verbrachte Stunden an ihrem Bett, hielt ihre Hand und flüsterte tröstende Worte in der Hoffnung, dass sie sich irgendwie erholen würde. Doch am Ende forderte die Krankheit an einem kalten Wintermorgen ihr Leben.</p><p>Hels Tod erschütterte Virtus. Der Schmerz, den er empfand, war so stark, dass er unerträglich schien. Er zog sich in sich selbst zurück und war nicht in der Lage, die Realität zu akzeptieren. Wochenlang verließ er das Haus nicht und weigerte sich zu sprechen oder zu essen. Er fühlte sich völlig allein, verlassen in einer Welt, die keinen Sinn mehr ergab. Die Außenwelt, einst voller Abenteuer und Entdeckungen, erschien ihm nun leer und bedeutungslos.</p><p>Seine Mutter, Mary Nova, war zu sehr mit ihren militärischen Aufgaben beschäftigt, um die innere Qual zu bemerken, die ihr Sohn durchlebte. Sie war oft unterwegs und hatte geheime Missionen, die sie für längere Zeit von zu Hause fernhielten. Als sie schließlich zurückkam, stellte sie fest, dass Virtus zutiefst verändert war, aber es war zu spät, den Schaden zu reparieren. Der Junge, den sie zurückgelassen hatte, existierte nicht mehr; An seiner Stelle war ein Schatten, ein kleiner Junge, der jeglichen Lebensfunken verloren hatte.</p><p>Ein Jahr nach Hels Tod brach auch Mary Novas Welt zusammen. Ihre illegalen Aktivitäten wurden aufgedeckt und die Gerechtigkeit brach mit der Wucht eines Hammers über sie herab. Sie wurde verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt, eine Strafe, die sie dauerhaft von Virtus trennte. Bevor sie weggebracht wurde, gelang ihr noch etwas für ihren Sohn: Sie brachte ihn in die Stadt, in der Hoffnung, ihm eine neue Chance im Leben zu bieten.</p><p>In der Stadt wurde Virtus von der Familie Vernier aufgenommen, einem hochrangigen Paar, das trotz seines Reichtums und seiner Macht keine eigenen Kinder bekommen konnte. Die Verniers empfingen Virtus mit Zuneigung und versuchten, ihm alles zu geben, was er sich nur wünschen konnte. Er war gerade sieben Jahre alt geworden, ein Alter, in dem die Anpassung an die neue Realität zwar schwierig, aber noch möglich war. Die Familie Vernier war zwar ganz anders als die, in der er aufgewachsen war, bemühte sich jedoch, ihm das Gefühl zu geben, zu Hause zu sein. Aber in Virtus‘ Herzen blieb eine unfüllbare Leere, ein Schmerz, den kein noch so großer Reichtum jemals lindern konnte.</p><p>Im Vernier-Haushalt fand Virtus nicht nur einen Neuanfang, sondern auch eine unerwartete Freundschaft. Die Verniers lebten auf einem prächtigen Anwesen mit geräumigen Zimmern und gepflegten Gärten, einer Welt, die völlig anders war als das kleine Dorf, in dem er aufgewachsen war. In dieser neuen Umgebung fühlte sich Virtus oft desorientiert, aber das war so
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